Wann ist die Grenze des Getriebeölkühlers der Mustangs erreicht?

Eine Pauschalantwort auf diese Frage gibt es nicht, man muss verschiedene Szenarien betrachten, um der Antwort näher zu kommen. Eines vorweg: Wer plant, mit seinem Mustang öfters auf die Rennstrecke zu fahren oder spannende Verfolgungsjagden auf der Autobahn mit viel Dauervollgas veranstalten möchte, sollte auf jeden Fall einen größeren Ölkühler verbauen.
Doch wie verhält sich das Ganze in anderen Situationen?
Hier sind unsere Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen:

Muss die Ölkühlung verbessert werden, wenn die Vmax aufgehoben wird?
- Nein. Das Getriebe hat einen bestimmten Wirkungsgrad, der bei ca. 85% liegt. Das bedeutet, dass 15% der Motorleistung im Getriebe verlorengehen und in Wärme umgewandelt werden. Bei einer Vmax Aufhebung verändert sich weder die Motorleistung, noch der Wirkungsgrad des Getriebes. Somit entsteht dieselbe Abwärme wie vor der Vmax Aufhebung.
Muss der Getriebeölkühler durch ein besseres Modell ersetzt werden, wenn ein offener Luftfilter verbaut wird?
- Nein. Bei Modifikationen, die die Motorleistung bis ca. 100PS anheben, ist der Ölkühler noch ausreichend groß dimensioniert. Wer nach einem solchen Umbau jedoch den Fahrstil anpasst und insgesamt sehr sportlich fährt, kann das Getriebe nach einer solchen Leistungssteigerung auch entsprechend schneller überhitzen lassen. Dies bezieht sich aber primär auf die oben genannten zwei Szenarien: Rennstrecke und Dauervollgas auf der Autobahn.
Muss nach dem Verbau eines Kompressors die Getriebeölkühlung verbessert werden?
- Ja, dies ist auf jeden Fall empfehlenswert, da nach dem Verbau eines Roots- oder Twinscrew-Kompressors bereits bei niedrigen Motordrehzahlen eine sehr hohe Leistung an der Kurbelwelle anliegt, steigt auch die thermische Belastung für das Getriebe entsprechend an.

Tags: Technik-Tipp

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