Sehen wir hier die erste Corvette mit Mittelmotor?

2018 könnte das bisher größte Jahr überhaupt für Amerikas kultiges Muscle-Car werden. Für die dann neuerscheinende Corvette C8 wollen die Chefentwickler Vermutungen zufolge von Chevrolet anscheinend eine Idee umsetzen, die schon seit gut 50 Jahren in der GM-Zentrale reift: Die erste Corvette mit Mittelmotor.

Über die Jahre gab es tatsächlich mehrere Konzept-Corvettes, bei denen der Motor in der Mitte saß - deren Entwicklung wurde aber entweder gestoppt oder die Modelle aus finanziellen Gründen nicht produziert. Übernächstes Jahr, 2018, könnte es nun soweit sein und wie Mark Reuss, Vorstand der Produktentwicklung bei Chevrolet, es angedeutet hatte: eine „revolutionäre“ Corvette auf den Markt kommen.

Fans von modernem, sportlichen Design bekommen bei dieser Vorstellung natürlich große Augen, Befürworter eines klassischen US-Cars hingegen werden etwas kritischer auf diese Veränderung schauen, da die Mittelmotor-Corvette ein notwendiges Facelift erhalten würde. Zunächst müsste die Fahrerkabine vorgezogen werden, um der Maschinerie kurz vor der Hinterachse ausreichend Platz zu bieten. Somit würde sich die schnittig langgezogene Motorhaube, für die die Corvette heute noch bekannt ist, drastisch verkürzen und würde dann an die Karosserieform eines Ford GT erinnern.

Der ausschlaggebende Vorteil des Mittelmotors ist die Performance. So gut, wie die Leistung der bisherigen Modelle auch war (die Z06 ist eines der kraftvollsten US-Cars derzeit), bleibt ein Bolide mit Frontmotor in seiner Agilität auf der Straße leider limitiert. Aufgrund der neuen Position des Motors vor der Hinterachse wird eine verbesserte Balance des Wagens garantiert, die Gewichtsverteilung wird optimiert und die Kurvenlage dadurch erheblich verbessert.

Neues Konzept, neues Design, neue Performance und damit noch nicht Schluss, 2018 müssen sich Corvette-Fahrer vielleicht von der Kupplung verabschieden. Die Mid-Engine-Corvette soll laut Insidern aus Kostengründen nur mit einer Automatik auf den Markt kommen und so mit einer langen, manuellen Tradition brechen. Das neue System würde dann aus einer 7-Gang-Automatik  von Tremec bestehen und damit die bisher verbaute Automatik der Corvette ablösen. Dies würde eine durchaus würdige Nachfolge darstellen, denn Vermutungen zufolge soll sie bis zu 9000 Umdrehungen und 900 Newtonmeter Drehmoment wegstecken können.

Wie viele dieser Gerüchte tatsächlich stimmen, wird man erst später erkennen können, es ist auch von einer Hybridversion die Rede und aktuellste „Spy Shots“ zeigen eine Corvette (ZR1) mit ausgedehnter Motorhaube und kaum Platz zwischen Kabine und Hinterrad, was weniger auf einen Mittelmotor schließen lässt. Vielleicht erscheinen beide Versionen, zum heutigen Zeitpunkt ist nur eines sicher: Sollte eine Mid-Engine-Corvette tatsächlich auf den Markt kommen, wird sie um einiges teurer sein als ihre Vorgänger. Preise bis zu $150,000 kursieren im Internet, eine C8 wurde folgerichtig doppelt so viel kosten wie das Basismodell er aktuellen C7. Falls diese Zahlen korrekt sind, bedeutet das einen gewagten Schachzug von Seiten Chevrolets, bei dem abzuwarten bleibt, ob er sich  auch auszahlen wird. Wir werden euch in jedem Fall über alle neuen Informationen auf dem Laufenden halten.

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Bildquelle: KGP Spy Photography

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