Richtiges Anfahren beim Dragracing

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Oft entscheidet der Start eines Dragraces auch, wer als Sieger hervorgehen wird. Neben vielen gängigen Tipps, wie z.B. dem Reduzieren des Luftdrucks der Hinterreifen, Einstellung einer weicheren Druck- und härteren Zugstufe an den hinteren Dämpfern (vorne umgekehrt) und dem Weglassen von überflüssigem Ballast gibt es ganz entscheidende Tricks, um beim Start nicht unnötig Zeit zu verlieren:

Grundsätzlich ist es empfehlenswert, die Traktionskontrolle des Fahrzeugs abzuschalten. Optimale Beschleunigung eines Fahrzeuges erreicht man, wenn die Antriebsräder etwa 20% Schlupf haben, doch leider drosseln einige Traktionskontrollsystem in dem Bereich bereits die Motorleistung, die Meisten machen es, sobald 20% Schlupf überschritten wird. Da man das Gaspedal nicht feinfühlig genug dosieren kann, um beim Start zu keinem Zeitpunkt die Regelgrenze der Traktionskontrolle zu überschreiten ist es besser, diese abzuschalten und feinfühlig mit dem Gaspedal umzugehen.

Fahrzeuge mit Automatikgetriebe haben den Ruf, eher träge, gemütlich und für Dragraces daher schlecht geeignet zu sein. Das stimmt aber nicht: Mit einem einfachen Trick kann man auch ein Automatikfahrzeug ohne zeitliche Verzögerung und mit voller Kraft anfahren: das Stichwort lautet Torque-Braking. Drückt man das Bremspedal mit dem linken Fuß fest durch und gibt gleichzeitig mit dem rechten Fuß gas, pendelt sich die Motordrehzahl im sogenannten Stall Speed des Wandlers ein. Löst man nun schlagartig die Bremse, liegt sofort und ohne Verzögerung die volle Kraft des Motors an den Antriebsrädern an. Achtung: diese Maßnahme bedeutet maximalen Stress für den Antriebsstrang, da man den Kampf Motor gegen Bremse im Getriebe austrägt. Man sollte daher diesen Zustand möglichst kurz halten und besonders bei leistungsgesteigerten Fahrzeugen gewährleisten, dass eine ausreichende Getriebekühlung gegeben ist und das Getriebe auch für die Leistung des Motors ausreichend dimensioniert ist. Beim ersten Versuch wird man beim Lösen der Bremse je nach Motorleistung vermutlich nur erreichen, dass die Reifen laut quietschen, daher ist hier Feingefühl gefragt: Ist der Motor sehr kräftig, kann beim Start nicht die volle Leistung auf die Straße übertragen werden. Dann gilt: das Gaspedal etwas weniger weit durchdrücken, Bremse schlagartig lösen und ganz wichtig: nicht schlagartig auf Vollgas wechseln, sondern das Gaspedal gleichmäßig weiter durchdrücken, ohne dass das Fahrzeug an Traktion verliert.

Bei Fahrzeugen mit Schaltgetriebe ist es etwas schwieriger, den perfekten Start hinzubekommen: Hier gilt es, mit eingelegtem Gang und getretener Kupplung die optimale Drehzahl des Motors zu halten (bei modernen Motoren meistens um die 3500-4500rpm, bei Oldtimern oft um die 2000-3000rpm) und beim Start so feinfühlig mit Gas und Kupplung umzugehen, dass dieser Drehzahlbereich weder unterschritten wird, noch die Räder durchdrehen. Dies erfordert einiges an Übung, aber irgendwann kennt man den Charakter des Motors und kann das Gas auch richtig dosieren. Manche Fahrzeuge besitzen eine Launch Control, die die Aufgabe des richtigen Dosierens des Gaspedals übernimmt und man nur noch richtig einkuppeln muss, um einen optimalen Start hinzubekommen. Beim Schalten gibt es einige, die auf das sogenannte Powershifting schwören. Das bedeutet, dass man beim Schaltvorgang weiterhin Vollgas gibt. Neben der Gefahr des Überdrehens des Motors muss an dieser Stelle auch erwähnt werden, dass gerade in den niedrigen Gängen diese Art des Schaltens zu kurzzeitig durchdrehenden Rädern führen kann und man somit Zeit verliert. Gerade für Anfänger ist es empfehlenswert, auf Powershifting zu verzichten.

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Tags: Technik-Tipp

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