Lohnt es sich, zur Leistungssteigerung die Ansaugsaugbrücke zu wechseln?

Es gibt viele Wege, die Leistung des Motors zu optimieren. Eine sehr beliebte Variante, die für Vintage-Motoren gleichermaßen wie für moderne Motoren funktioniert, ist der Tausch der Ansaugspinne.
Doch um tatsächlich mehr Leistung zu erhalten, muss man zunächst klären, auf was für ein Motorsetup man hinarbeitet. Wenn man den Motor bereits mit einer scharfen Nockenwelle ausgestattet hat, die erst ab 3000rpm Leistung bringt, ist es unsinnig eine Ansaugspinne zu verbauen, die ab Leerlauf bis 5000rpm Leistung bringt, da man unterhalb von 3000rpm durch die Nockenwelle in der Leistung beschränkt wird und oberhalb von 5000rpm durch die Ansaugspinne limitiert wird. Nur ein optimal aufeinander abgestimmtes Gesamtsetup bringt eine saubere Leistungsentfaltung und reizt das Potential der verbauten Komponenten vollständig aus.
Für drehmomentstarke Motoren ist wichtig, dass bereits ab dem Drehzahlkeller die volle Leistung ausgeschöpft werden kann. In einem solchen Fall sind sogenannte Longrunner-Ansaugspinnen die erste Wahl. Charakteristisch sind hier die langen und vergleichsweise engen Ansaugkanäle, die eine hohe Durchflussgeschwindigkeit der Gase bereits bei niedriger Motordrehzahl erzwingen und somit eine hohe Zylinderfüllung ermöglichen. Bei hohen Drehzahlen werden die engen Ansaugkanäle allerdings sprichwörtlich zum Flaschenhals und beschränken die Leistung.
Das andere Extreme sind Shortrunner-Ansaugbrücken. Diese zeichnen sich - wie man bereits vermuten kann - durch kurze Ansaugkanäle mit großem Durchmesser aus. Diese Ansaugbrücken sind besonders gut für Hochdrehzahlmotoren geeignet, da sie einen sehr großen Gasdurchfluss erlauben und auch erst bei hohen Drehzahlen die weiter oben genannten Resonanzeffekte auftreten.
Die dritte Kategorie der Ansaugbrücken sind die „Standardexemplare“, es handelt sich hierbei um Konstruktionen, die für weitestgehend unmodifizierte Motoren die beste Lösung darstellt. Der Leistungsgewinn fällt hier im Vergleich zu den anderen Konstruktionen zwar etwas geringer aus, aber das nutzbare Drehzahlband ist sehr groß. Bei neueren Fahrzeugen, wie beispielsweise dem 2005-10 Mustang GT mit 4,6 Liter Motor sind in der Ansaugbrücke Klappen mit einem geringen Ausschnitt verbaut, die sich bei niedriger Drehzahl verschließen und den Kanaldurchmesser verringern, damit die Ansaugbrücke einen Longrunner-Charakter erhält. Bei hohen Drehzahlen öffnen sich die Klappen und die Ansaugbrücke erhält einen Shortrunner-Charakter.
Da man meist mit der Optik einer Ansaugbrücke wenig Rückschlüsse auf die Charakteristik erhält, ist bei jeder Ansaugbrücke in unserem Shop auch angegeben, für welche Drehzahlbereiche das Exemplar ausgelegt ist. Bei Stroker-Motoren gilt jedoch, dass sich das angegebene Drehzahlband wegen des höheren Gasdurchflusses je nach Hubraumzuwachs um einige 100rpm nach unten verschiebt.

Tags: Technik-Tipp

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