Hintergründe zum Vorschlag der EPA, Tuning einzuschränken

Viele dürften den Aufschrei in den letzten Tagen mitbekommen haben, dass die amerikanische Umweltbehörde (kurz EPA) einen Gesetzesvorschlag vorgelegte, welcher den Umbau von ursprünglich für die Straße entwickelten Fahrzeugen in Rennwägen verbieten soll. Oft war die Rede davon, dass damit der gesamte Markt an Tuningteilen zusammenbrechen würde und alle Tuningteile in den USA illegal werden würden. Doch was genau steckt hinter der Verordnung namens “Greenhouse Gas Emissions and Fuel Efficiency Standards for Medium- and Heavy-Duty Engines and Vehicles—Phase 2.“?

Diese Regelung würde sich auf alle Fahrzeugtypen auswirken. Denn nicht nur große Sportlimousinen sondern auch andere Fahrzeuge, welche oft und gerne zum Track-Tool umgebaut werden, sind betroffen. Prinzipiell möchte diese Verordnung sicherstellen, dass Trackday Fahrzeuge, die weiterhin eine Straßenzulassung besitzen, keine Modifikationen erhalten dürfen, die die Abgaswerte so weit verschlechtern, dass die ursprüngliche Abgaseinstufung nicht mehr eingehalten wird. Der EPA sind beispielsweise Handtuner, mit denen man die Nachkat-Lambdasonden deaktivieren kann, um mit Sportkats oder ganz ohne Kat fahren kann, ohne dass die Motorkontrollleuchte aktiviert wird, ein Dorn im Auge.

Was würde dieses neue Gesetz für uns alle bedeuten?

Das ist aktuell noch nicht ganz klar. Ein Verkaufsverbot für möglicherweise abgasverschlechternde Bauteile wie Katalysator-Ersatzrohre, Handtuner, etc. ist tatsächlich im Gespräch, wir halten dies aber für unwahrscheinlich, da die EPA diese Modifikationen für reine Trackday Fahrzeuge ohne Straßenzulassung weiterhin tolerieren möchte. Die SEMA befürchtet jedoch, dass es früher oder später darauf hinauslaufen wird.  „Diese neue Regelung ist gegen das Gesetz und widerspricht der jahrzehntelangen Tätigkeit der Rennszene, welche von der EPA anerkannt und den Umbau von Fahrzeugen legalisiert hat.“, sagte der SEMA Präsident. „Der Kongress hatte nie vor, das originale Luftreinhaltungsgesetz für modifizierte Fahrzeuge zu verlängern.“

Die Organisation SEMA ist ein Zusammenschluss von Amerikas größten Fahrzeugtunern. Und genau diese Organisation erstellte eine Stellungnahme gegen den neuen Gesetzesentwurf und besprach sich mit der Umweltbehörde, um sich deren Absichten bestätigen zu lassen. Die EPA deutete an, dass sie nicht nur dem Umbau von Fahrzeugen verbieten wollen, sondern eben auch den Verkauf bestimmter emissionsrelevanter Teile. Die letztendlichen Ergebnisse werden laut EPA im Juli 2016 veröffentlicht.

In der Zwischenzeit lohnt es sich, eine von der SEMA ins Leben gerufene Petition zu unterschreiben, welche sich unter diesem Link finden lässt.

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