Fakten und Gerüchte rund um den 2015er Mustang

Nun, da die Katze - beziehungsweise das Pony - aus dem Sack ist, möchten wir die wichtigsten Fakten und einige Gerüchte rund um die 6. Generation des Mustangs zusammenfassen:

Wie bereits im Vorfeld angedeutet, wird der neue Mustang zum Global Player, somit kommen auch wir Europäer nach langer Zeit wieder in den Genuss, das Ponycar ganz offiziell hier in Deutschland bei den Fordhändlern zu kaufen. Für die Briten, Australier und Japaner wird es den Mustang als Rechtslenker geben.

Bei den Motorisierungen hat sich auf den ersten Blick nicht viel verändert. Für den amerikanischen Markt wird es den altbekannten 3,7 Liter V6 Motor mit 309PS geben, der 5.0 Liter V8 wird in einer überarbeiteten Version sowohl in Europa, als auch in den USA verfügbar sein. Die Leistung des V8-Motors gibt Ford mit "über 420 SAE-PS" an. Klar ist, dass er deutlich mehr Leistung als der bisherige V8 im Mustang GT bringen wird. Hierfür griffen die Motorenentwickler auf das Wissen aus dem BOSS302 Projekt zurück mit dem Ergebnis, dass der überarbeitete Motor neben einer neuen geschmiedeten Kurbelwelle auch geschmiedete Sintermetall-Pleuel erhält. An der Verdichtung von 11:1 ändert sich nichts, die Ventile für den Einlass und Auslass wurden vergrößert, entsprechend wurden auch die Einlass- und Auslasskanäle im Zylinderkopf für einen höheren Durchlass verändert. Die Nockenwellen haben nun ein großhubigeres Profil, daher wurden auch härtere Ventilfedern verbaut. Um ein hohes Drehmoment bereits im Drehzahlkeller zu erhalten und über ein möglichst breites Band zu halten, wurde ein "Charge Motion Control Valve" genanntes System verbaut, das einige bereits vom Mustang GT der Modelljahre 2005-2010 kennen: Bei niedrigen Drehzahlen schließen die Klappen und die Ansaugluft strömt durch eine Öffnung in der Klappe. Durch den verkleinerten Querschnitt erhält man eine hohe Durchflussgeschwindigkeit und gewinnt damit bei niedrigen Drehzahlen Drehmoment dazu. Bei hohen Drehzahlen würde die kleine Öffnung eher behindern und daher öffnen die Klappen dann, um einen möglichst hohen Durchfluss zu erlauben. Speziell für den europäischen Markt wurde als Ersatz für den fehlenden V6 Motor ein 309PS starker 4-Zylinder EcoBoost Motor entwickelt, den wir in unserem Technik-Tipp näher betrachten.

An der Hinterachse werden nun erstmals alle Mustangmodelle eine Einzelradaufhängung erhalten, die Spur wird um 60mm breiter sein, als in der aktuellen S197 Generation.

Technische Spielereien wie einen Spurhalte-Assistent, Totwinkelsensor, ein Abstandsregel-Tempomat, sowie ein komplett überarbeiteter Innenraum in wertigerer Optik sollen den Ansprüchen der europäischen Kundschaft gerecht werden.

Gerüchten zufolge soll der Mustang neben einer Launch-Control auch das exakte Gegenteil bekommen: einen Burnout-Assistenten. Wie dieser Assistent genau funktioniert weiß niemand, da soetwas noch nie in einem Serienfahrzeug verbaut wurde. Naheliegend wäre, dass die Vorderräder per Tastendruck blockieren, die Traktionskontrolle deaktiviert wird und eine für Burnouts optimale Drehzahl vorgewählt wird, um die Reifen aufqualmen zu lassen.

Nun kommen wir zu den Sondermodellen: Eine Aussage, die jede Menge Gerüchte zulässt wurde vor Kurzem vom Mustang Chefentwickler Dave Perciak getroffen. Die Frage, ob es einen Shelby GT500 mit dem 662PS starken 5.8 Liter Kompressor-V8 unter der Motorhaube geben wird, beantwortete er folgendermaßen: "Der 5,8 Liter Kompressormotor? Wir haben niemals ausgeschlossen, dass er passen würde. Es müssen einige Modifikationen durchgeführt werden, aber ob er unter die Motorhaube passen würde? Ja, das würde er..." Wenn man bedenkt, dass dieser Motor ausschließlich im Shelby GT500 verbaut wurde und auch nur für 2 Modelljahre, ist es nur logisch, dass Ford diesen Motor - eventuell in überarbeiteter Form mit noch mehr Leistung oder gesenktem Verbrauch - noch weiter verbauen wird, um die Entwicklungskosten wieder reinzubekommen.

Ebenfalls interessant sind die Gerüchte rund um einen möglichen Mustang Mach 1: Am 23. Februar 2012 hat sich Ford USA die Modellbezeichnung "Mach 1" schützen lassen, was nahelegt, dass in Kürze ein solches Sondermodell folgen wird. Seit geraumer Zeit machen Gerüchte die Runde, dass Ford derzeit an einem "Voodoo" genannten Hochdrehzahl-V8 mit 5.2 Litern Hubraum arbeitet, der als Saugmotor über 550 PS an Leistung bringen soll. Es wäre naheliegend, dass dieser Motor den Weg in den Mach 1 findet, konkrete Hinweise von Ford hierfür gibt es leider noch nicht.

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