Die richtige Bremsflüssigkeit für Euer US-Car wählen

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Die Aufgabe der Bremsflüssigkeit ist es, die vom Fahrer auf das Bremspedal ausgeübte Kraft auf die Radbremse zu übertragen. Doch wie auch Motoröl und Hydrauliköl, ist die Bremsflüssigkeit den vielen modernen Neuerungen nicht entgangen. Es gibt inzwischen viele verschiedene Bremsflüssigkeiten und es ist schwierig den Überblick zu behalten und die für sein Fahrzeug passende Flüssigkeit zu wählen. Wir bringen etwas Licht ins Dunkle.

Die Bremsflüssigkeit muss einige Anforderungen erfüllen: Sie muss sehr temperaturbeständig sein, sie darf die Dichtungen nicht angreifen und muss gleichzeitig die Komponenten des Bremssystems vor Verschleiß und Korrosion schützen. Vor allem der Punkt Temperaturbeständigkeit ist extrem wichtig, da sich bei zu heiß gewordenen Bremsflüssigkeiten kleine Bläschen bilden, welche sich beim Bremsen zusammendrücken lassen und die Bremsleistung so extrem verschlechtern oder die Bremsimpulse gar nicht erst zur Bremse gelangen. Im schlechtesten Fall fällt das Bremspedal einfach bis zum Bodenblech, ohne jegliche Bremswirkung zu zeigen. 

Zunächst gilt es festzustellen, wann der Wechsel der Bremsflüssigkeit überhaupt nötig ist. Das kann anhand des Nasssiedepunktes gemessen werden. Bremsflüssigkeit ist hygroskopisch, was heißt, dass sie Feuchtigkeit aus der Umgebung anzieht und bindet.  Das hat zur Folge, dass der Wassergehalt der Bremsflüssigkeit mit der Zeit steigt und der Siedepunkt sinkt, da sich dieser dem vom Wasser annähert. Die Angabe des Nasssiedepunktes bezieht sich in der Regel auf ein Wassergehalt von 3,5%. Spätestens wenn dieser Punkt erreicht ist, sollte die Bremsflüssigkeit gewechselt werden. Der genaue Wassergehalt kann von einer Fachwerkstatt mit einem Testgerät ermittelt werden. Der Trockensiedepunkt beschreibt den Siedepunkt einer komplett neuen Bremsflüssigkeit mit einem Wassergehalt von 0,00%.

Oft wird das Wasseraufnahmevermögen als Nachteil der Bremsflüssigkeiten angegeben, doch dieses Verhalten der Flüssigkeit ist notwendig, um sicherzustellen, dass niemals Wasser in Tropfenform im Bremssystem ist, da dies zu Korrosion oder bei niedrigen Temperaturen zu verstopften Bremsleitungen durch Vereisung führen würde.

Ebenso wichtig ist die Viskosität, also Zähflüssigkeit, der Bremsflüssigkeit. Moderne Systeme mit ABS und ESP benötigen eine besonders niedrige Viskosität, um Befehle der Steuergeräte möglichst schnell und feinfühlig umsetzen zu können. Bremsflüssigkeiten sind nach Spezifikationen des US Department of Transportation (DOT) normiert. Die dort enthaltenen Klassen unterscheiden sich nach ihrem Trocken- und Nassiedeepunkt sowie der Viskosität.

DOT 3-Bremsflüssigkeiten

Diese ist bei den meisten Fahrzeugen ab Werk eingefüllt. Sie ist auf Glykolbasis. Ein günstiges Upgrade, um das Bremsfading zu verringern, ist die Umstellung auf DOT 4 oder DOT 5.1.

DOT 4-Bremsflüssigkeiten

Alternative Namen sind hier DOT4 Plus, DOT4 HP oder DOT4 Pro. Diese Bremsflüssigkeiten sind ebenfalls auf Glykolbasis und haben einen höheren Siedepunkt. Diese Flüssigkeit zieht etwas schneller Feuchtigkeit als die DOT3-Flüssigkeit und muss somit öfter gewechselt werden. Die DOT4-Flüssigkeit ist hitzebeständiger und verschleißärmer als DOT3.

DOT 5-Bremsflüssigkeiten

Hier handelt es sich um eine Bremsflüssigkeit auf Silikonbasis. Diese Flüssigkeiten haben kaum Verbreitung. Der Gedanke bei der Entwicklung der Flüssigkeit war, dass Silikon keine Feuchtigkeit zieht. Es wurde allerdings nicht bedacht, dass die Flüssigkeit auch an anderen Stellen wie den Bremsleitungen Feuchtigkeit zieht. Man sollte sie auf keinen Fall mit der DOT5.1-Flüssigkeit verwechseln. Außerdem darf sie auf gar keinen Fall in Bremssysteme gefüllt werden, die für DOT 3, DOT 4 oder DOT 5.1 konstruiert wurden, umgekehrt darf genausowenig eine Bremsflüssigkeit auf Glykolbasis in einen DOT 5 Bremskreislauf gefüllt werden.

DOT 5.1-Bremsflüssigkeiten

Hier handelt es sich ebenfalls um eine Bremsflüssigkeit auf Glykolbasis. Man kann sie mit den DOT3 und DOT4 Bremsflüssigkeiten kombinieren und in Bremsanlagen verwenden, die für DOT 3 oder DOT 4 Bremsflüssigkeiten gedacht sind. Durch seine besonders gute Fähigkeit sich mit dem Wasser zu verbinden sinkt der Siedepunkt auch bei hohem Wassergehalt nur minimal. DOT5.1 ist ideal für extreme Bedingungen und sportliches Fahren auf der Rennstrecke, hat jedoch auch ein besonders kurzes Wechselintervall. 

 

Siedepunkte

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Tags: Technik-Tipp

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