Die Geschichte zum 1968 Ford Mustang 428 Cobra Jet

Die Geschichte der Cobra Jets beginnt bei Joe Tasca in Rhode Island. Dieser Ford Händler war dafür bekannt, Big Block Motoren in 1965-66 Mustangs zu verpflanzen, um sie auf dem Dragstrip konkurrenzfähig zu machen. Umsomehr erfreute es Joe Tasca, dass Ford mit dem 1968 Modelljahr nun auch ab Werk den 390cui Motor als Option anbot, jedoch zeigte sich bei lokalen Viertelmeile Rennen, dass der größere Motor nach wie vor zu schwach war, weshalb er sinkende Verkaufszahlen befürchtete.

Als der 390er Motor im Mustang eines Mitarbeiters einen Motorschaden erlitt, nahm Tasca dies zum Anlass, dem Mustang mächtig Feuer unterm Hintern zu machen. Er sammelte seine Mechaniker zusammen und schmiedete den Plan, einen konkurrenzfähigen Motor zu bauen, der nur aus Teilen aus dem Ford-Regal bestand. Für den Motorblock und Kurbeltrieb wurde der 428 Police Interceptor Motor verwendet, die Köpfe wurden jedoch gegen strömungsfreudigere 427 low-riser getauscht. In Kombination mit einer scharfen Nockenwelle und einem großen Holley Vergaser erreichte der Mustang anschließend eine Zeit von 13,39 Sekunden bei 105mph auf die Viertelmeile.

Bei Ford in Dearborn bekam man dies mit und selbst Henry Ford II. war beeindruckt von diesem Umbau. So beeindruckt, dass man diese Idee als Grundlage für das verwendete, was heute als "1968 Mustang 428 Cobra Jet" bekannt ist. Das Produktionsfahrzeug war mit 335PS bei 5600rpm angegeben, um Probleme mit Autoversicherungen zu vermeiden, die tatsächliche Leistung lag deutlich drüber. Ende 2016 lüftete das amerikanische hotrod-Magazin das geheimnis, indem sie einen auf Originalspezifikationen revidierten Q-Code 428 Cobra Jet Motor aus einem 1969 Mustang Mach I auf einem R.A.D. Land & Sea Leistungsprüfstand liefen lassen. Das Ergebnis: 365,1 PS bei 4800rpm und ein maximales Drehmoment von 452,4 lb-ft bei 3700rpm.

Der erste Sieg des damaligen 1968 Cobra Jet ließ übrigens nicht lange auf sich warten. Gleich beim Debüt bei den 1968 NHRA Winternationals in Pomona fuhr Al Joniec in der Stock-Klasse SS/E mit einer Zeit von 12,12 Sekunden und 109mph direkt den ersten Sieg ein. Zwar war sein direkter Gegner Hubert Platt mit einer Zeit von 11,59 Sekunden bei 113mph schneller, jedoch sah die Stock Klasse einen sogenannten "handycapped start" vor, sodass ein Rennstart mit einer schnelleren ET abhängig von einigen weiteren Faktoren das Rennen verlieren konnte - so auch in diesem Fall.
Im Finale der Super Stock Klasse kam er mit einer Zeit von 12,50 Sekunden und durch ein verfrühtes Loslassen des Gaspedals nur 97mph vor Dave Wren's 1963 Plymouth ins Ziel und wurde somit auch direkt Sieger in dieser Klasse.

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