Die Geschichte hinter den GT500 Super Snakes

Wussten Sie, dass die 1967 Shelby G.T.500 Super Snake ein reiner Marketing-Gag war?

Die Idee

In einem Gespräch mit Carroll Shelby schilderte der damalige Verkaufsleiter Don McCain die Idee, dass oberhalb der damaligen Sportwagen noch Platz für ein Fahrzeug mit noch mehr Leistung als dem damaligen Shelby G.T. 500 war. Seine Idee war es, den 1967 Shelby G.T. 500 als Grundlage zu verwenden und in dieser Karosse den 427cui V8 aus dem 1966 Ford GT Mk II zu verpflanzen.
Der Witz an der Idee: Um die größtmögliche Aufmerksamkeit auf dieses Fahrzeug zu ziehen, sollte es von Goodyear zum Testen des damals neuen "Thunderbolt" Reifens verwendet werden.

Das Fahrzeug

Gegenüber dem Serien G.T. 500 unterscheidet sich der 427cui V8 aus dem 1966 Ford GT Mk II durch eine schärfere Nockenwelle, die das Drehzahlband nach oben bis 7000rpm erweitert, Aluminium Zylinderköpfen mit leichteren Ventilen, robustere Pleuel und geschmiedeten Kolben. Das Ergebnis waren satte 520PS, die über ein 4-Gang Schaltgetriebe, und einer Detroit-Locker Hinterachse mit 2,73:1 Übersetzung auf die Räder übertragen wurden. Interessant dabei ist, dass die getesteten Goodyear Thunderbolt Weißwandreifen mit 7,75 Zoll, bzw. 195mm die schmalsten waren, die jemals auf einem Shelby G.T. 500 montiert wurden.

Der Test

Die Kombination aus stark Leistungsgesteigertem Motor - der normale G.T. 500 war mit 355PS angegeben - und schmaleren Reifen stellt ohnehin schon eine Herausforderung an die Reifen selbst dar, der Test war jedoch für die damalige Zeit sehr spektakulär. Es wurden nicht etwa ein paar Bremstests und einige Fahrten durch einen Slalom-Parkour durchgeführt, sondern ein Hochgeschwindigkeitstest auf Goodyears eigener Teststrecke in San Angelo, Texas. 500 Meilen sollten mit größtmöglicher Geschwindigkeit absolviert werden, was Extremstbelastungen für Reifen und Fahrzeug bedeuteten. Während des Tests war unter anderem das Fernsehteam von CBS vor Ort und dokumentierte, wie Fahrzeug und Reifen den Test nicht nur unbeschadet überstanden, sondern mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 228km/h über die 500 Meilen und einer Höchstgeschwindigkeit von 273km/h auch aus heutiger Sicht beeindruckende Werte ablieferten.
Doch nicht nur für Shelby war dieser Test ein voller Erfolg: die Reifen besaßen nach diesm Extremtest noch über 97% Restprofil und wiesen keinerlei Beschädigungen auf.

Tags: Wussten Sie

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Die Datenschutzbestimmungen habe ich zur Kenntnis genommen

  • Kleinserie aus Kostengründen nicht realisiert

    Vielen Dank für den Beitrag. Tatsächlich war wohl damals geplant, eine Kleinserie der SuperSnake aufzulegen. Aus Kostengründen - der Verkaufspreis wäre wohl nicht wettbewerbsfähig gewesen - wurde das Projekt wieder eingestellt. Interessant: als Modellauto gibt es die SuperSnake auch in anderen Farben (echter Fake!).

    Gruß
    Joachim