Das Mysterium der „Black Plates“

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„1968 Mustang Coupé California Black Plate“. So lautet ein Inserat auf einer Plattform für US-Cars, es handelt sich also um einen amerikanischen Vintage-Mustang aus den 60er Jahren. Aber wieso erläutert der Verkäufer die (schwarze) Farbe des Kennzeichens? Seit wann soll das Nummernschild ein relevantes Attribut für ein Auto sein? Was genau es mit den ikonischen „Black Plates“ auf sich hat, erfahrt Ihr im folgenden Blogeintrag.

Die Besonderheit diesem dunklen Kennzeichen liegt nicht etwa im wertvollen Material oder einer aufwendigen Herstellung. Es ist viel mehr der Status, der mit einem solchen Nummernschild einhergeht. Ein kleiner Ausflug in die amerikanische Automobilgeschichte wird hier Klarheit schaffen:

In den Vereinigten Staaten gibt es so etwas wie ein einheitliches Kennzeichen nicht. Jeder Staat hat sein eigenes exklusives Design, seine eigene individuelle Nummerierung und am Wichtigsten: Seine eigene Kennzeichen-Farbe. Diese ermöglicht (da eine klare Orts-Zuordnung wie M für München in den USA gänzlich fehlt) auch aus der Ferne eine grobe Einordnung des Automobils. Alle paar Jahre werden diese jedoch erneuert, sei es um eine neue Gestaltung zu etablieren oder, wie in manchen Staaten, mithilfe der aufgeschweißten Webadresse des Tourismusbüros Werbung in eigener Sache zu machen. Nicht selten ändern sich dabei die Farben – und in diesem Zusammenhang erklärt sich auch die Besonderheit der „Black Plates“: Von 1963 bis 1969 erhielten alle in Kalifornien zugelassenen PKW ein schwarzes Kennzeichen mit gelber Schrift. Wäre man umgezogen und hätte damit gleichzeitig auch seinen Wagen ummelden müssen, wäre das schwarze Nummernschild für immer verschwunden gewesen, denn nach 1969 wurde auf ein blaues Zeichen umgeschwenkt, bis irgendwann das aktuelle, weiße Kennzeichen etabliert wurde. Ergo - wenn ein Wagen wie im einleitenden Beispiel heute noch eine „Black Plate“ besitzt, kann davon ausgegangen werden, dass er sein gesamtes Leben im „Golden State“ Kalifornien verbracht hatte bzw. nie umgemeldet wurde.

Nun aber zurück zu der Frage, wieso dies für einen möglichen Kauf relevant sein sollte. Zuerst ist es ein optisches Plus, das Schwarz sieht edel aus und verleiht jedem klassischen Fahrzeug vielleicht noch einen Tick Originalität. Jedoch  dürfte das Kennzeichen in Deutschland nicht gefahren werden, es würde also nur auf Messen und Treffen zum Einsatz kommen. Ob das reicht um den Mehrpreis zu rechtfertigen stellen wir mal so hin. Tatsächlich ist es etwas anderes, dass das Kennzeichen vielen zu vermitteln scheint: Rostfreiheit. Ein ganzes Leben im „Sunny Cali“, kaum Regen, kaum Sturm, lediglich die Sonne, die auf die Karosserie- und Blechteile prallt. Ein wunderbares Verkaufsargument, um auf den optimalen Zustand des Wagens hinzuweisen. 

Doch dieser Schein trügt: Entgegen dem populären Bild herrscht in Kalifornien nicht 24 Stunden Sonnenschein. Vor allem in den nördlichen Regionen klopft Kanada an die Tür und tritt mit Schnee und Regen ein. Selbst in den Küstenmetropolen wie Los Angeles, wo es zugegebenermaßen öfter warm als kalt ist, setzt der salzige Pazifikwind der Karosserie von Mustang, Camaro, Dodge und Co. zu.

Am Ende bleibt also die Erkenntnis, dass das schwarze Nummernschild zwar als schönes Designelement oder historische Bestätigung, allerdings keinesfalls als endgültiges Indiz für makellosen Zustand eines Wagens gesehen werden darf. Grundsätzlich gilt wie immer: Kauft Euer Vintage US-Car nicht nach Beschreibung, sondern macht Euch nach Möglichkeit persönlich ein Bild davon.

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