Besonderheiten bei Kraftstoffanforderungen für US-Cars

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Jeder der das hier liest, wird sich vermutlich Fragen was es bei US-Cars an Besonderheiten beim Thema Benzin geben soll, schließlich sind es ja auch nur Verbrennungsmotoren.

Das ist zwar richtig, aber dennoch gibt es einige Punkte, die für Unsicherheit und Verwirrung sorgen:

Die Oktanzahl

Hier mal eine kleine Aufgabe für jeden, der ein aktuelleres US-Car fährt: Schaut mal in der Bedienungsanleitung nach, was ihr tanken dürft. Dort ist meist die Rede davon, dass man mindestens 87 Oktan Benzin, optimalerweise 91-93 Oktan Kraftstoff einfüllen sollte. Das würde ja bedeuten, dass einfaches Super-Benzin mit 95 Oktan mehr als ausreichend ist, die Anforderungen sogar weit übertrifft. Richtig?
Leider nicht ganz: Die in den USA gängige Formel zur Berechnung der Oktanzahl ist eine Andere, als die hier in Europa verwendete. Als grobe Faustformel kann man sich folgendes merken:
87 US-Oktan entsprechen in etwa 90-92 europäischen Oktan, also dem "Normal Benzin"
91 US-Oktan entsprechen etwa 95 europäischen Oktan und somit dem "Super" Kraftstoff
93 US-Oktan sind vergleichbar mit unserem "Super Plus" Kraftstoff mit 98 Oktan
Wenn jemand also beispielsweise eine Kennfeldänderung in das Motorsteuergerät einspielt, die für amerikanische "93 Octane" gedacht ist, muss er ab dem Zeitpunkt zwingend Super Plus und eben nicht Super tanken.

Kraftstoffe mit mehr als 98 Oktan

Neben Super Plus bieten viele Tankstellen seit einiger Zeit auch Kraftstoffe unter eigenen Markenbezeichnungen mit 100 oder mehr Oktan an. Lohnt es sich, diese Kraftstoffe zu tanken? Die klare Antwort ist "kommt ganz drauf an". Eine Erhöhung der Oktanzahl ist immer dann hilfreich oder notwendig, wenn der Motor sich in einem Betriebszustand befindet, in dem eine klopfende Verbrennung droht. Dies kann beispielsweise durch hohe Temperaturen oder hohe Brennraumdrücke begünstigt werden. Die meisten Motoren verhalten sich im Serienzustand unkritisch, da die Hersteller ein gewisses Schutzpolster mit in die Konstruktion des Motors mit eingebaut haben. Durch leistungssteigernde Maßnahmen (Verbau eines Kompressors oder bei serienmäßigem Kompressor Erhöhung des Ladedrucks, aber auch beim Verbau von scharfen Nockenwellen) kann der Druck und die Temperatur im Brennraum ansteigen, sodass es unter Umständen nicht mehr möglich ist, mit 98 Oktan Kraftstoffen einen optimalen Zündwinkel zu fahren. Der Wechsel auf 100 oder 102 Oktan Kraftstoffe erhöht in solchen Fällen die Klopffestigkeit und erlaubt es, das volle Potential des Motors auszuschöpfen. Ob dies Notwendig ist, kommt aber immer ganz auf den Einzelfall und die individuellen Umbauten am Motor an.

E10-Kraftstoff

Das Thema sorgte damals zur Einführung des Kraftstoffes bereits bei europäischen Fahrzeugen für große Unsicherheit und bei amerikanischen Fahrzeugen ist die Unsicherheit umso größer, da man hier in Deutschland wenig Informationen zu dem Thema findet.
Fakt ist, dass in den USA bereits seit längerer Zeit 10%, teilweise sogar bis zu 15% Ethanol dem Benzin beigemischt werden und Fahrzeuge ab Baujahr 2001 bis auf wenige Ausnahmen problemlos damit betankt werden dürfen. Hier hilft ein Blick in die Bedienungsanleitung des jeweiligen Fahrzeuges, die Hersteller geben es dort an, wenn das Fahrzeug für E10 oder sogar E15 geeignet ist.
Ganz anders sieht es hingegen bei Oldtimern, beziehungsweise präziser ausgedrückt bei Motoren mit Vergasertechnik aus: Der Ethanolanteil des Kraftstoffes ist sehr aggressiv und greift bereits nach kurzer Zeit die Dichtungen des Vergasers an. Auch der Tank und die Kraftstoffleitungen können je nach Material unter den aggressiven Eigenschaften des Ethanols leiden. Man kann dies zwar verhindern, indem man eine geringe Menge Zweitakt-Öl in den Kraftstoff beimischt, unsere klare Empfehlung ist jedoch, bei Vergasermotoren auf E10 zu verzichten.

Tags: Technik-Tipp

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  • 10

    Einzelradaufhängung sehr gut aber hoffentlich auch leistbar ??