1970 Ford Torino King Cobra

Wussten Sie, dass Ford für die 1970er NASCAR Saison mit einem Fahrzeug antreten wollte, das dem 1969 Charger Daytona und Plymouth Superbird in aerodynamischer Hinsicht sehr ähnlich war?

Der 1970 Ford Torino Sportsroof bot einen größeren Luftwiderstand als das 1969er Modell, weshalb Ford für die NASCAR ein eigenes Sondermodell entwickelte. Das "Ford Torino King Cobra" getaufte Rennfahrzeug erinnert optisch ein wenig an den "Datsun 240Z", versteckt unter der Motorhaube aber einen hochverdichtenden 429er Cobra Jet V8 Motor, der auf eine maximale Leistung von ca. 370 PS und ca. 450 lb-ft Drehmoment kommt. Von 0 auf 100km/h beschleunigte die King Cobra in 6 Sekunden, für die Viertelmeile benötigte sie 14,4 Sekunden.
Dass dieses Fahrzeug heute fast gänzlich unbekannt ist liegt daran, dass eine Reglementänderung der NASCAR dafür sorgte, dass Ford dieses Projekt einstampfte, bevor es fertiggestellt war: In der Saison 1969 musste jeder Fahrzeughersteller mindestens 500 Exemplare eines Rennfahrzeuges zur Homologation verkaufen, in der 1970er Saison wurde die Zahl auf 3000 Stück angehoben. Da Ford zu dem Zeitpunkt große Schwierigkeiten mit der Hochgeschwindigkeitsstabilität der King Cobra hatte und es angesichts der immer weiter ansteigenden Versicherungskosten aussichtslos erschien, genug Fahrzeuge zu verkaufen, nahm man die Fahrzeuge der Vorsaison und stoppte das Projekt. Bis heute ist nicht genau geklärt, ob zwei oder drei Prototypen hergestellt wurden.

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  • Königskobra

    Schön dass sich immer mehr Leute an dieses tolle Auto erinnern.
    Aber nicht nur die neuen Homologationszahlen waren ausschlaggebend, sondern viel mehr das Bunkie Knudson und Larry Shinoda, die treibenden Kräfte hinter dem Wagen, gegen Ende 1969 gefeuert wurden und Lee Iacocca Fords Rennbudget um 75% kürzte.
    Es wäre also irrsinnig gewesen 3000 dieser Wagen zu bauen wenn sie vielleicht 5 bis 10 Rennen in der Saison fahren würden weil die Ford Teams ohne große Unterstützung nur bei wenigen Rennen antraten. Desweiteren wollte auch niemand mehr Shinodas Arbeit weiterführen, da er als ehemaliger GM Mann nicht sehr beliebt war und der King Cobra war instabil bei Testfahrten auf der Hinterachse, brauchte also noch einen Heckflügel. Alles arbeiten die niemand mehr übernehmen wollte.
    Schade, vielleicht wäre der Superbird heute nur eine Randnotiz im Schatten des großen King Cobra